„Party in Kevins Room“ oder „Wie viele Studenten passen auf 20m²?“

Dienstag, 19.01.2016, 21:00 Uhr. Wir treffen uns, um die Möglichkeit einer gemeinsamen Lapplandreise zu diskutieren. Die Frage, die es zunächst zu klären gilt ist: Wollen wir mit dem vorgefertigten Programm von ESN reisen oder organisieren wir uns selbst? Nach einer kurzen Internetrecherche bezüglich Zeiten und Kosten sind wir uns ziemlich einig: das machen wir lieber selbst (das ESN Basispaket kostet 315€ und umfasst eigentlich nur Transport und Unterbringung, jegliche Aktivität sowie Verpflegung kosten extra). Tereza kennt einen Finnen, der mehrmals in Lappland war und uns eventuell bei der Planung helfen kann und verspricht diesen in den kommenden Tagen zu kontaktieren.

Nachdem wir uns einig sind gehen wir rüber ins G-Gebäude, wo im Apartment eines gewissen Kevin eine Party stattfinden soll, nachdem man aus dem common kitchen von der Security rausgeschmissen wurde (Öffnungzeiten nur bis 22 Uhr). Man hört die Party schon von weitem, es klingt nach einer großen Menschenmenge und entpuppt sich auch als solche. Kevins Zimmer hat vermutlich die gleichen Abmessungen wie meins, ich hätte nicht gedacht, dass 40-60 Leute darin Platz finden würden (ich hätte es aber ehrlich gesagt auch nicht ausprobiert). Irgendwo im Zimmer versucht eine kleine Bluetooth-Box verzweifelt gegen das Gebrabbel der internationalen Menschenmenge anzukommen, hin und wieder kann man vertraut klingende Musikschnipsel erahnen. Das Bett wurde auf die Kopfseite gekippt und lehnt an der Wand, jegliches weitere Mobiliar ist über und über mit Behältnissen voll alkoholhaltiger Flüssigkeiten bedeckt. Die Luft erinnert an ein Tropenhaus, denn die Zimmer haben keine vernünftigen Belüftungsmöglichkeiten, die Fenster lassen sich nicht öffnen. Zusammengefasst: es ist laut und stickig, aber auch nett, da man quasi ununterbrochen in Gespräche verwickelt ist, die mit Händen und Füßen ausgetragen werden, da man aufgrund des hohen Lärmpegels mit gebrochenem Englisch oft nicht mehr weiterkommt. Um Mitternacht wird Simones Geburtstag gefeiert, es werden Geburtstagslieder gesungen und auf das Geburtstagkind angestoßen. Anschließend unterhalte ich mich mit Matt aus Tschechien und klage ihm mein Leid über meine nutzlose, da schlecht ausgestattete Küche. Er gibt mir den Tipp, mal einen Ausflug in den Second-Hand-Laden, finnisch Kirppis, zu unternehmen, dort gäbe es quasi alles. Ich nehme es mir für den nächsten Tag vor. Die Party löst sich gegen 2 Uhr auf, wer möchte geht los um einen der letzten Busse ins city centre zu erwischen und dort weiter zu feiern. Ich passe und gehe ins Bett.

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