Italiener und Parmesan

Donnerstag, 21.01.2016, 20:00 Uhr. Wir sind zum Kochen verabredet, den ganzen Tag über wurde diskutiert, was es geben soll, das Ergebnis: Risotto. Ich bin unbegeistert, bin ich doch überzeugter Risotto-Hasser. Leider funktioniert das mit der Demokratie ganz gut in der Gruppe. Über den Tag verteilt haben immer mehr Leute Interesse an einem gemeinsamen Kochen bekundet, niemand weiß so richtig, wie viele es nun tatsächlich sein werden. Knapp 15 Personen erscheinen. Das Kochen ist eine Riesenaktion, alle 4 Herdplatten sind in Benutzung, bergeweise Gemüse wird geschnippelt, jeder steht jedem im Weg rum. Unumstritten ist, wer das Ruder in der Hand hat: Ingrid gibt Anweisungen und kocht wie eine Weltmeisterin. Eine Zutat, die nicht fehlen darf: frischer Parmesan. Und wo kommt der her? Exakt, aus Italien, angereist in Ingrids Koffer. Parmesan scheint beim Italiener zum Reisegepäck zu gehören wie in anderen Ländern Kamera und frische Unterwäsche (auch das habe ich bereits in Lissabon von Jans Mitbewohner gelernt, aber nicht so recht glauben wollen).

Nach gut 90 Minuten kommt die Pampe auf den Teller, grau-bräunlich schleimig sieht sie aus… und schmeckt erstaunlich gut. Die Portionen fallen allerdings etwas klein aus, da nicht für 15 Leute eingekauft wurde. Wer noch Hunger hat isst Salat oder den trockenen Reis, den Martin spontan noch gekocht hat, als abzusehen war, dass das Risotto nicht sattmachen würde.

Die Köchin wird jedenfalls in höchsten Tönen gelobt und es wird beschlossen, auch beim nächsten Kochen weiter die italienische Speisekarte abzuarbeiten.

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