Orientation die Zweite

Freitag, 15.01.2016, 08:30 Uhr. Wir treffen uns auf dem Parkplatz, man hat sich scheinbar gestern Abend verabredet. Die Anderen sehen weitestgehend etwas übernächtigt aus, sie haben so lange im common kitchen gesessen, bis die Security-Leute kamen um abzuschließen. Ein neues Gesicht ist dabei, Tim, Chemiestudent aus Deutschland, der ebenfalls zum Kumpulan Kampus muss.

Heute steht eine Lehrstunde in IT-Zeug auf dem Programm, keiner hat Lust, es klingt, als wäre es selbsterklärend oder zumindest mit dem gestern erhaltenen short-IT-guide zu bewältigen. Aber es steht im Stundenplan, also wird es auch gemacht.

Jenni und Alex, der Tutor der Chemiker leiten uns durch das Programm. Alex ist glaube ich Kenianer und spricht mit sehr krassem Akzent englisch, es fällt schwer ihm zu folgen. Was er uns erklärt, steht aber bereits im Leitfaden aus der IT drin. Irgendwie eine sinnlose Veranstaltung. Jenni nutzt die Zeit um uns alle zu verschiedenen uni- oder ERASMUS-bezogenen Facebook-Gruppen hinzuzufügen. Holy Moses, sind wir connected. Also doch noch etwas Sinnvolles passiert. Die Präsentation endet nach ca. einer Stunde, sie war der erste und einzige Programmpunkt heute.

Die Gruppe teilt sich auf, die Jungs überlegen, sich ihre Unisport-Karte zu kaufen und direkt Fußball zu spielen. Ich passe (wie ich später erfahre, zieht keiner der anderen den Plan durch, sie sind viel zu fertig von gestern nacht und gehen direkt schlafen) und gehe in die Bibliothek, wo ich die wohl coolsten Sessel aller Zeiten finde und mich niederlasse. Ich verbringe den Rest des Tages, abgesehen von zwei kurzen Besuchen der Cafeteria und einem mystery-meat-Mittagessen (ich finde erst beim Essen heraus, dass ich Fisch vor mir habe) in der Kantine, dort und schreibe meine ersten Blogeinträge.

Abends verabreden wir uns zum Kochen, es gibt Pasta (Nudeln darf man in Gegenwart von Italienern nicht mehr sagen, wie ich in Lissabon gelernt habe) mit Bolognese. Jeder bringt mit, was er vorrätig hat bzw. worauf er großen Wert legt. Martin hat sich gestern im Suff scheinbar als „PASTA-MASTER“ bezeichnet und wird nun von Simone eines Besseren belehrt. Ein langes Fachsimpeln über Pasta-Sorten und deren korrekter Aussprache beginnt. Simone und Cyprien übernehmen das Kochen, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Dazu gibt es Bier. Die Belgier haben im Laufe des Tages einen Supermarkt aufgetan, der 0,33l-Flaschen zum Spottpreis von 73ct+10ct Pfand verkauft. Ein Feiertag.

Anschließend spielen wir zahllose Runden Jungle-Speed (ein großartiges Geschwindigkeits-/Reaktions-Spiel) und planen den nächsten Tag. Die wenigsten von uns haben bereits die Stadt erkundet, wir beschließen, dies gemeinsam anzugehen und verabreden uns für 10:30 Uhr auf dem Parkplatz.

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